Aus der Geschichte des Bayerischen Waldgaues
Bei Unterhaltungen in Trachtlerkreisen taucht zuweilen die Frage auf, wie alt der Waldgau nun denn eigentlich sei. Nur mehr wenige können diese Frage richtig beantworten und noch weniger sind es, die damals persönlich dabei gewesen sind. Aus alten Dokumenten, die zum Teil Vereinschroniken (Viechtach) entnommen sind, lässt sich folgendes Bild gewinnen:
Im Jahre 1928 wird ein gewisser Gustav Pritzl zum Vorstand im Gau Niederbayern gewählt. Dieser Mann stammt aus der Viechtacher Gegend. Die "Waldler" aus Viechtach sind zwar der älteste Verein im niederbayerischen Gau, doch die Waldler allgemein genießen im Gäuboden kein besonderes Ansehen. Dazu kommt, dass die Trachtenbewegung in Niederbayern noch in den Kinderschuhen steckt und im Gau nach Pritzls Meinung recht verfahrene Verhältnisse vorherrschen. "Mit einem Wort: viel Streit!" (Pritzl)
Vom übergeordneten Bund, dem "Deutschen Reichsverband der Heimat- und Volkstrachtenvereine e. V." in München ist keine Hilfe zu erwarten. Im Gegenteil! Mit juristischer Unterstützung des Viechtacher Rechtsanwalts Dr. Ringel führt man gegen den Verband sogar erfolgreich einen Prozess.
Eine große Schwierigkeit tut sich für den Viechtacher in der grundsätzlichen Frage nach der richtigen Tracht auf. Er selbst schreibt: "Auch war ich damals schon ein Trommler für die bodenständige Tracht, während im übrigen Niederbayern die Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine wie Pilze aus dem Boden schossen. Schon der Name "Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine"! Wo es in Niederbayern nie eine Gebirgstracht gegeben hatte, also keine zu erhalten gab!"
Im Jahre 1926 schon stiegen die Viechtacher konsequent auf die Waldlertracht um. Andere Vereine folgten zögernd. Mit Flugblättern wirbt Pritzl nun für die "Heimattracht". Das alles gibt böses Blut. Da dann noch eine größere Unterschlagung bei den Verbandsfunktionären ruchbar wird, fassen die Waldvereine den Entschluss, auf eigenen Beinen zu stehen.
Am 18. Oktober 1931 erfolgt in Kötzting die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft der Waldvereine. Gustav Pritzl übernimmt die Leitung dieser Gemeinschaft. Ihm zur Seite gestellt werden Tauer aus Grafenwiesen, Schwarz aus Kötzting, Pritzl aus Hohenwarth und Zankl aus Viechtach. Gute Kontakte mit dem Bayerischen Waldverein, den Herren Hubrich, Rohrmayer und Prager waren bereits hergestellt und auch die Bezirksamtmänner von Kötzting (Groll) und Viechtach (Altmann) stellen eine Unterstützung des Unternehmens und der bodenständigen Tracht in Aussicht.
Noch sind die Waldvereine bereit, als Unterorganisation im Gau Niederbayern zu verbleiben. Doch die Verhandlungen zerschlagen sich. So kommt es am 15. November 1931 zur Gründungsversammlung des Bayerischen Waldgaues, über die die dortige Presse drei Tage später wie folgt berichtet:
"Viechtach, 18. November (Gauversammlung):
Am vergangenen Sonntag Vormittag 9 Uhr beginnend fand im großen Nebenzimmer des Gasthofes Kraus, Viechtach, die erste Versammlung der Arbeitsgemeinschaft der Trachtenvereine des Bayerischen Waldes statt. Anwesend waren die Vereine Grafenwiesen, Kötzting, Hohenwarth, Viechtach, Bodenmais, Zwiesel, Regen, Rinchnach, Hochbruck und Arrach.
Der Schriftführer des hiesigen Volkstrachtenvereins, Herr Pritzl, eröffnete mit herzlichem Trachtlergruß und unter Bekanntgabe der Tagesordnung die Versammlung, wies im Interesse der Trachtensache im Bayerischen Walde auf die Gründung der Arbeitsgemeinschaft hin. Weiter besprach Pritzl die Richtlinien der sich bildenden Arbeitsgemeinschaft der Trachtenvereine des Bayerischen Waldes. Zur Aufklärung, warum es im Gau Niederbayern zum Bruch gekommen ist, gab Pritzl einen umfangreichen Schriftwechsel bekannt. Unreelle Kassenführung, die er als Gauleiter aufdeckte und nicht duldete, war die Ursache hierzu. Hierauf wurde zur Neuwahl der Vorstandschaft bzw. des Ausschusses geschritten. Als Gauleiter der Waldtrachtenvereine wurde Herr Pritzl einstimmig gewählt. Pritzl wollte unter Hinweis, dass er schon 13 Jahre in den vordersten Reihen für die edle Trachtensache die größten Opfer gebracht habe und wegen familiärer Gründe ablehnen. Eine neuerliche Vertrauenskundgebung bewog Pritzl schließlich dazu, dass er sich auf ein weiteres Jahr bereit erklärte.
Als zweiter Gauleiter wurde Herr Greither, Regen; Schriftführer Tauer, Grafenwiesen; Kassier Weber, Kötzting; Revisor Aschenbrenner, Arrach gewählt.
Bei Punkt Organisationsfragen wurde bekannt gegeben, dass zehn Vereine mit zirka 320 aktiven Mitgliedern dem Waldgau angeschlossen sind. Besprochen wurde u. a. auch die Festsetzung der Beiträge, Entschädigung für etwaige Unkosten an Gauleiter. Beschlossen wurde, die Frühjahrsversammlung 1932 in Regen abzuhalten.
Der schöne harmonische Verlauf dieser Gauversammlung lässt eine gedeihliche Aufwärtsentwicklung des ins Leben gerufenen Waldgaues erhoffen. Mit einem Appell, unentwegt für die edle Trachtensache sowie für die Erhaltung von alten Sitten und Gebräuchen zu arbeiten, schloss Gauleiter Pritzl die Versammlung."
(entnommen: Sonderheft 1981 zum 50-jährigen-Jubiläum des Waldgaues,
Verfasser: Alwin Geiger, damaliger 1. Gauvorstand)
Die weitere Entwicklung des Bayerischen Waldgaues
von der Gründung bis heute
1931: Am 15. November findet in Viechtach die erste Gauversammlung mit 10
Trachtenvereinen statt. Gesamtmitgliederzahl: 350 Personen.
Das Wahlergebnis sah wie folgt aus:
1. Gauleiter: Gustav Pritzl, Viechtach
2. Gauleiter: Greither, Regen
Kassier: Ludwig Weber, Kötzting
Schriftführer: Franz Tauer, Grafenwiesen
Revisor: Aschenbrenner, Arrach
Gauvorplattler: Max Gogeißl, Grafenwiesen
Als Name wurde "Bayerischer Waldgau" festgelegt. Es wurden
fortwährend Gauversammlungen abgehalten.
1938: Gauversammlung in Kötzting. Dem Gau gehören bereits 13 Trachtenvereine
an. Von 1938 bis 1954 ist Sepp Zankl aus Viechtach Gauleiter.
1954: Willi Koller aus Bodenmais wird Gauvorstand und bleibt es bis 1963.
1959: Hauptlehrer Frantz aus Lindberg wird zum Referenten für
Arbeitstagungen gewählt. Dieses Amt wird 1961 umbenannt in
"Kulturreferat". Am 15. Oktober wird Pfarrer Kroneder aus Lindberg zum
"Referenten für Jugendfragen" gewählt. Mit Hauptlehrer Frantz
(ebenfalls aus Lindberg) wird die erste Arbeitstagung mit dem Thema
"Wir und die Jugend" vorbereitet und im Januar 1960 durchgeführt.
1961: 27 Vereine sind nun dem Waldgau angeschlossen. Beim Gaufest in
Lindberg wird der "Schöllenpreis" vergeben. Es handelt sich dabei um
Kuhglocken in verschiedener Größe und Aufmachung. Sie werden auch beim
Festzug mitgetragen.
1962: Karl B. Krämer aus Kötzting übernimmt das Kulturreferat.
1963: Alois Aschenbrenner aus Arrach wird erst kommissarisch und dann
gewählter Gauvorstand. Der Bayerische Waldgau wird Mitglied beim
Landesverein für Heimatpflege.
1964: Franz Stoiber aus Grafenwiesen wird zum Gauvortänzer gewählt. In seine
und in die Amtszeit des Nachfolgers fällt die Herausgabe von Tonbändern
mit Volkstänzen und dazugehörigen Notenmappen.
1965: Wiedereinführung der Arberkirchweih. Die ersten Mitteilungsblätter
werden herausgegeben. Erster Zuschuss vom Land Bayern wird gewährt.
In Bodenmais findet das erste Gau-Singen statt ("Willi-Koller
Gedächtnissingen"). Georg Hackl aus Daberg wird zum Gaujugendleiter
gewählt. Dieses Amt betreut er bis 1989. Es werden regelmäßig
Schulungen für Vereinsjugendleiter durchgeführt und die
Zusammenarbeit mit den Kreis- und Bezirksjugendringen gesucht und
erweitert.
1967: Logo in der heutigen Form entsteht. 32 Vereine gehören dem Waldgau an.
Erste Austragung des Volkstanzwanderpreises. Es beteiligen sich 12
Vereine. Dieses Preistanzen wird bis 1978 ausgetragen.
1970: Beitritt zum Bayernbund.
1972: Mitteilungsblätter werden satzungsgemäß herausgegeben. Dieses
Informationsblatt gibt es bis heute. Alwin Geiger aus Hohenwarth wird
Kulturreferent und bleibt im Amt bis 1978. Otto Penzkofer aus Viechtach
wird zum Gauvortänzer gewählt und bleibt dies bis 1980.
1973: Der erste Kinder- und Jugendpreis im Volkstanzen wurde in Furth i. Wald
ausgetragen. Es siegten bei den Kindern die "Waldler" aus Viechtach und
bei der Jugend die "Drachenstädter" aus Furth. i. Wald. 17 Tanzgruppen
nahmen teil.
1975: Erster Trachtennähkurs mit Dr. Eichenseher in Regensburg. In den
Jahren darauf folgen noch mehrere Kurse. Die bestehende Satzung wird
überarbeitet. Der Gau wird ins Vereinsregister eingetragen und die
Gemeinnützigkeit wird erreicht.
1976: Einteilung des Gaues in (mit den Landkreisgrenzen) abgestimmte Bezirke.
Die umfangreiche Arbeit wird auf Gebietsvortänzer verteilt. Das gleiche
gilt für die Jugendarbeit. Es werden Bezirksjugendleiter bestimmt.
1978: Alwin Geiger wird zum Gauvorstand gewählt und behält das Amt bis 1998.
Aus dem Volkstanzwanderpreis wird das Volkstanztreffen, das jedes Jahr
am letzten Samstag im April in Blaibach stattfindet. In den Bezirken
finden seit diesem Jahr Bezirksjugendtage statt.
1980: Der Bayerische Waldgau wird Mitglied beim Oberpfälzer Kulturbund. Zwei
Schallplatten und zwei Kassetten mit Volkstänzen werden aufgelegt. In
den weiteren Jahren erfolgt eine Zusammenstellung von sechs
Notenmappen. Franz Kaiser aus Furth i. Wald wird zum Gauvortänzer
gewählt und hat das Amt inne bis zum Jahr 2000.
1984: Festlegung von Amtszeit und Wahlperiode auf vier Jahre.
1986: Die bestehende Jugendordnung wird überarbeitet und eine eigene
Jugendkasse eingeführt.
1989: Hermann Koller aus Arrach wird Gaujugendleiter und bleibt im Amt bis
1998.
1996: Willi Dworschak aus Runding wird Gaujugendleiter.
1998: Nach dem Rücktritt von Alwin Geiger wird Sepp Schiller aus Raindorf
kommissarischer Gauvorstand. Herausgabe einer DVD mit bodenständigen
Volkstänzen.
2000: Sepp Schiller wird zum Gauvorstand gewählt.
2003: Zwei gleichberechtigte Gaujugendleiter werden gewählt: Petra
Eggersdorfer aus Bad Kötzting und Hans Greil aus Viechtach.
2004: Franz Rainer wird zum Gauvorstand gewählt.
2008: In der Frühjahrsgauversammlung am 24. Februar in Grafenwiesen wird
eine verjüngte Gauvorstandschaft gewählt. Erster Gauvorstand wird Hans
Greil aus Viechtach, sein Stellvertreter Andreas Tax aus Ruhmannsfelden.
Petra Eggersdorfer aus Bad Kötzting wird neue Gaujugendreferentin. Ihr
zur Seite stehen vier Bezirksjugendleiterinnen für die Bereiche Freyung,
Regen, Kötzting/Cham und Straubing.
2009: Nach dem Austritt des Blaibacher Vereins wird der Ort für das
alljährliche Volkstanztreffen nach Bewerbung von der Gauversammlung
bestimmt. Erstmals fand es in diesem Jahr in Teisnach statt. Seitdem
wird der Austragungsort durch Abstimmung in der Gauversammlung
entschieden.
2010: Bei der Herbst-Gauversammlung am 17. Oktober in Bayerisch Eisenstein
bestimmten die Delegierten, bei der Landesversammlung 2012 des
Bayerischen Trachtenverbandes Gastgeber zu sein.
2011: Der Bayerische Waldgau hat 39 Vereine mit knapp 6 000
Mitgliedern. Die Vereine sind in den Landkreisen Cham, Regen-Viechtach,
Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf zu Haus.
Nach wie vor steht die bodenständige Tracht im Vordergrund. Dasselbe
gilt für das Volkslied und den Volkstanz.
Kontroverse Meinungen über das Projekt in Holzhausen haben den
Waldgau arg gebeutelt. Trotz einer demokratisch getroffenen
Abstimmung, die Maßnahme für fünf Jahre zu unterstützen, zeigten sich
sieben Vereine uneinsichtig und traten in den Jahren
2008 und 2009 aus dem Waldgau aus. Die Gauvorstandschaft bedauert
diese Entwicklung zutiefst, konnte sie jedoch trotz mehrmaliger
Vermittlungsgespräche nicht verhindern.
2012: Vom 28. bis 30. September 2012 ist der Bayerische Waldgau Gastgeber
der Landesversammlung des Bayerischen Trachtenverbandes. Sie findet in
Bischofsmais statt.
2014: Gauvorsitzender Hans Greil tritt aus persönlichen Gründen zurück. Sein
bisheriger Stellvertreter Andreas Tax wird beauftragt, das Amt
kommissarisch bis zu den Neuwahlen weiterzuführen. Bei den Neuwahlen
in der Herbstgauversammlung in Frauenau sprachen die Delegierten
Andreas (Vorsitzender) und Adolf Breu (Stellvertreter) das Vertrauen
aus. Sie führen den Waldgau bis zur regulären Neuwahl der gesamten
Vorstandschaft im März 2016.
2016: Bestätigung der beiden Vorsitzenden bei den Neuwahlen in der
Frühjahrsgauversammlung in Grafenwiesen. Neuer Gaujugendreferent
wird Marco Peschl aus Frauenau, seine Stellvertreterin Petra
Eggersdorfer.
2020: Die Delegierten bestätigen in der Frühjahrsgauversammlung in
Grafenwiesen Andreas Tax als Gauvorsitzenden. Sein Stellvertreter wird
Matthias Dietl. Als neuen Gaukassier bestimmt die Versammlung Norbert
Ederer, neuer Gauvolkstanzreferent wird Andreas Zaglauer.
2020/21: Die Corona-Pandemie greift um sich und das Vereinsleben aller
Vereine liegt wegen der damit verbundenen Einschränkungen und
Versammlungsverbote brach - eine Tatsache, die rückblickend
lediglich in den Kriegsjahren aufgetreten ist.
Leider konnte aus diesem Grund auch das 90-jährige Gaujubiläum nicht
gefeiert werden.
2022: Langsam kommt nach den Lockerungen das Vereinsleben wieder in
Schwung. Es finden wieder Tanzproben, Feste und andere
Veranstaltungen statt.
Am 24. September 2022 kann der Waldgau auf sein 90-jähriges Bestehen
zurückblicken. Pandemiebedingt musste diese Feier um ein Jahr
verschoben werden. Mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Bad
Kötzting und einem Ehrenabend in der Lindnerhalle feierte man diesen
wichtigen Anlass gebührend.
2025: Am 24. August 2025 fand das große 60-jährige Jubiläum der
Arberkirchweih nach Wiedereinführung statt. Den Gottesdienst hielt
Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg.
Bei der Herbst-Gauversammlung wurde Manfred Zaglauer
(Gotthardsbergler Kirchberg) als stellvertretender Gauvorsitzender von
den Delegierten gewählt.
Zum Volkstanzreferat
1931: Max Gogeißl aus Grafenwiesen wird 1. Gauvorplattler des neugegründeten Gaues.
1964: Franz Stoiber, ebenfalls aus Grafenwiesen, wird zum Gauvortänzer gewählt. In seine und in die Amtszeit des Nachfolgers fälltl die Herausgabe von Tonbändern mit Volkstänzen und dazugehörigen Notenmappen.
1967: Erste Austragung des Volkstanzwanderpreises. Es beteiligen sich 12 Vereine. Dieses Preistanzen wird bis 1978 ausgetragen.
1972: Otto Penzkofer aus Viechtach wird zum Gauvortänzer gewählt und bleibt dies bis 1980.
1976: Einteilung des Gaues in mit den Landkreisgrenzen abgestimmte Bezirke . Die umfangreiche Arbeit wird auf Gebietsvortänzer verteilt.
1978: Aus dem Volkstanzwanderpreis wird das Volkstanztreffen, das jedes Jahr am letzten Samstag im April in Blaibach stattfindet.
1980: Zwei Schallplatten und zwei Kassetten mit Volkstänzen aufgelegt. In den weiteren Jahren Zusammenstellung von 6 Notenmappen. Franz Kaiser aus Furth im Wald wird zum Gauvortänzer gewählt und hat das Amt inne bis zum Jahr 2000.
1998: Herausgabe einer Doppel-CD mit 40 Volkstänzen samt Notenmappe und Tanzbeschreibungen.
2000: Eugen Sterl aus Kirchberg wird Nachfolger von Franz Kaiser.
2008: Herausgabe einer DVD mit bodenständigen Volkstänzen.
2010: Die alljährlichen Volkstanztreffen finden abwechselnd in der
Mehrzweckhalle Teisnach und Arberlandhalle Bayerisch Eisenstein
statt. Lediglich die beiden Corona-Jahre 2020 und 2021 verhinderten
dieses Großereignis der Volkstanzfreunde.
2020: Bei den Neuwahlen anlässlich der Frühjahrsgauversammlung übergab Gauvolkstanzreferent Eugen Sterl sein Amt in jüngere Hände. Andreas Zaglauer aus Kirchberg im Wald übernimmt seitdem diesen wichtigen Posten in der Gauvorstandschaft.
Zum Jugendreferat
1959: Am 15. Oktober wird Herr Pfarrer Kroneder aus Lindberg zum "Referenten für Jugendfragen" gewählt. Mit Hauptlehrer Frantz, ebenfalls Lindberg, wird die 1. Arbeitstagung mit dem Thema "Wir und die Jugend" vorbereitet und im Januar 1960 durchgeführt.
1965: Georg Hackl aus Daberg wird zum Gaujugendleiter gewählt. Dieses Amt betreut er bis 1989. Es werden regelmäßig Schulungen für Vereinjugendleiter durchgeführt und die Zusammenarbeit mit den Kreis- und Bezirksjugendringen gesucht und erweitert.
1973: Der erste Kinder- und Jugendpreis im Volkstanzen wurde in Furth im Wald ausgetragen. Es siegten bei den Kindern die "Waldler" aus Viechtach und bei der Jugend die "Drachenstädter" aus Furth im Wald. 17 Tanzgruppen nahmen teil.
1976: Einteilung des Gaues in Bezirke wie bei den Vortänzern. Die umfangreiche Arbeit übernehmen Bezirksjugendleiter.
1978: In den Bezirken finden seit 1978 Bezirksjugendtage statt.
1986: Die bestehende Jugendordnung wird überarbeitet und eine eigene Jugendkasse eingeführt.
1989: Hermann Koller aus Arrach wird Gaujugendleiter und bleibt bis 1998 im Amt.
1996: Willi Dworschak aus Runding wird Gaujugendleiter.
2003: Zwei gleichberechtigte Gaujugendleiter gewählt: Petra Eggersdorfer, Hans Greil
2008: Petra Eggersdorfer aus Bad Kötzting wird neue Gaujugendreferentin. Ihr zur Seite stehen vier Bezirksjugendleiterinnen für die Bereiche Freyung, Regen, Kötzting, Straubing.
2016: Die Waldgau-Trachtenjugend wählt Marco Peschl aus Frauenau zum neuen Gaujugendleiter.
2017: Eine Gaujugendtanzgruppe wird gegründet. Die Tanzpaare aus
verschiedenen Gauvereinen treten erfolgreich bei verschiedenen
überregionalen Anlässen auf (z. B. Volkstanztreffen, Drumherum).
2026: Die Gaujugend bereitet ihr 10-jähriges Jubiläum vor, das vom 4. bis 6.
Juni 2027 in Regen als Gaujugendtrachtenfest gefeiert werden soll.
Der Bayerische Waldgau hat zurzeit 35 Vereine mit knapp 5 600 Mitgliedern. Die Vereine sind in den Landkreisen Cham, Regen-Viechtach, Freyung-Grafenau und Straubing-Bogen zu Haus.
Nach wie vor steht die bodenständige Tracht im Vordergrund. Dieselbe Bewahrung von Tradition gilt für das Volkslied und den Volkstanz.
Die Vorstandschaft des Bayerischen Waldgaues wird unterstützt von seinen Vereinen, welche die Worte "Treu der Sitt, treu der Tracht, treu der Heimat" beherzigen.